OÖN

„Frau Luna“ betört mit Charme auf Schloss Zell

Paul Linckes Operette begeistert im Innviertel.

Kein Amerikaner, ein Berliner war der erste Mann auf dem Mond, wo allerdings eine Frau das Sagen hat. Mit „Frau Luna“ setzt die Pramtaler Sommeroperette ihren Erfolgskurs fort. In Berlin anno 1899 begleiten technischer Fortschritt und Zukunftsangst die Jahrhundertwende. Mechaniker Steppke wäre gern Pionier „uffm Mond“, sein Mariechen will von Luftschlössern nichts wissen.

Sehnsüchte baumeln – ob als Höschen oder Astronautenanzug – in der liebevollen, leichtfüßigen Regie von Manuela Kloibmüller an der Wäscheleine. Nur im Traum ist alles möglich: Unter Schall und Rauch hebt der Mondomat ab, samt spiel- und sangesfreudigem Ensemble, lebendig begleitet von der sINNfonietta, geleitet von Gerald Karl. Die Berliner Delegation mit profunden Sprachkenntnissen und ruppigem Berliner Charme geben Intendant Harald Wurmsdobler (Steppke), Martin Kiener und Michael Kaltseis.

Christine Ornetsmüller ist ein resolutes Mariechen, Rotraud Söllinger-Letzbor trifft als energische Frau Pusebach auf dem Mond jenen, den sie einst gern dorthin gewünscht hätte: Schürzenjäger Theophil (Claus J. Frankl). Es geht rund auf dem Trabanten, wo „interstellare Solidarität“ und Mindestlohn gefordert werden. Als gelangweilte Frau Luna verzehrt sich Eva-Maria Kumpfmüller bald mehr nach Steppke denn nach Keksen. Zum Leidwesen des ihr hoffnungslos ergeben Prinz Sternschnuppe (Matthäus Schmidlechner), Jenifer Lary managt als Stella das Mondleben, zu dem auch Maria Magdalena Frauscher, Silke Redhammer und bezaubernde Mondelfen der LMS Ried gehören. Stimmig sind das funkelnde Firmament und die glitzernden Roben von Christian Schmidleithner.

„Frau Luna“: Operette von Paul Lincke, Schloss Zell, 10. 6.

OÖN Bewertung:*****

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